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Neymar fehlt bei der Copa America – Superstar erst bei Olympia im Einsatz

Die brasilianische Nationalmannschaft scheint nicht aus ihrer Krise zu finden. Nach der historischen 1:7-Schlappe im Halbfinale der Heim-WM 2014 gegen Deutschland und dem kaum weniger enttäuschenden Aus im Viertelfinale der Copa America 2015 gegen Paraguay hat die Selecao mit einem 0:0 gegen Ecuador auch einen Fehlstart in die Jubiläumsausgabe der südamerikanischen Kontinentalmeisterschaft hingelegt.

In der Gruppe B, der außerdem Peru und Haiti angehören, sollte es Brasilien am Ende aber zumindest auf Platz zwei und damit ins Viertelfinale schaffen. Auch ohne Superstar Neymar, der bei der Copa America Centenario in den USA fehlt. Grund dafür sind keineswegs schwache Leistungen, sondern das Veto des FC Barcelona, der den Angreifer nicht für die Copa America im Juni und dann im August nochmals für die Olympischen Spiele abstellen wollte. Weil Olympia in diesem Jahr in Rio de Janeiro stattfindet, hat man in Brasilien die Sommerspiele höher gewichtet und sich mit Barça darauf geeinigt, dass Neymar nur im August abgestellt wird.

Bis dahin kann sich der 24-Jährige von einer anstrengenden Saison erholen, an deren Ende die Wiederholung des spanischen Doubles stand. Auch wenn Barça im Viertelfinale der Champions League gegen Atlético de Madrid das Aus ereilte, konnten die Katalanen unter dem Strich mit der Spielzeit zufrieden sein.

Auch Neymar persönlich, der in 34 Liga-Spielen 24 Tore und 18 Assists verbuchte und in den übrigen Wettbewerben (Champions League, Copa del Rey, Klub-WM) in 15 Begegnungen auf jeweils sieben Treffer und Vorlagen kam. Den Zahlen nach, aber auch mit Blick auf die gezeigten Leistungen war Neymars drittes Jahr in Barcelona sein bisher bestes. Mit Gold bei den Olympischen Spielen soll nun noch die persönliche Krönung folgen.

Europas Fußballer des Jahres: Neymar fehlt unter den Top-Drei

Zwei Wochen bevor am 27. August im Rahmen der Auslosung der Gruppenphase der Champions League in Monaco Europas Fußballer des Jahres 2015 mit dem Europas Fußballer des Jahres mit dem UEFA Best Player in Europe Award ausgezeichnet wird, hat der europäische Fußball-Verband die Top-Drei benannt.

Nachdem bislang noch zehn Akteure für die Auszeichnung in Frage kamen, sind nun nur noch Lionel Messi, Luis Suárez und Titelverteidiger Cristiano Ronaldo übrig geblieben, unter denen der Sieger ermittelt wird.

Etwas überraschend nicht in die letzten Drei geschafft hat es Neymar, mit dem eigentlich anstelle von Suárez gerechnet worden war. Aus gutem Grund, denn in seinem zweiten Jahr beim FC Barcelona präsentierte sich der Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft deutlich verbessert und kam auch statistisch auf starke Werte. In der Primera Division gelangen Neymar in 33 Einsätzen 22 Tore und neun Vorlagen, während der 23-Jährige in der Champions League mit zehn Treffern in zwölf Partien sogar noch eine bessere Quote aufwies, allerdings nur auf einen Assist kam. Nichtsdestotrotz war Neymar einer der herausragenden Akteure der letztjährigen Königsklasse und entschied nicht von ungefähr das Finale gegen Juventus Turin mit dem 3:1 kurz vor Schluss zugunsten seiner Mannschaft.

Letztlich bleiben Neymar, der vorige Saison zudem in der Copa del Rey in sechs Spielen sieben Tore erzielte, aber noch viele Jahre um sich diese Auszeichnung und vielleicht eines Tages auch den Titel des Weltfußballers zu sichern. Für den UEFA Best Player in Europe Award gibt es mit Neymars kongenialen Barça-Kollegen Messi ohnehin einen klaren Favoriten, gegen den wohl auch Suárez und Ronaldo das Nachsehen haben werden.

Neymar erzielt gegen Sevilla erstes Freistoß-Tor für den FC Barcelona

Mit einem perfekt ausgeführten Freistoß (siehe Video) hat Neymar am Wochenende beim Ligaspiel in Sevilla (2:2) seine kleine persönliche Durststrecke beendet und zudem sein erstes Freistoß-Tor im Trikot des FC Barcelona erzielt. Der Treffer des 23-jährigen war der 42. für den FC Barcelona und das erste Freistoß-Tor seit dem 9. Mai 2014 (mit Brasilien beim Länderspiel gegen Kolumbien).

Sein Freistoß am Samstag war der fünfte, den in der Primera División geschossen hat, womit er auf eine durchaus sehenswerte Trefferquote von 20% kommt.

Erste Torvorlage seit drei Monaten

Der Brasilianer war auch an dem zweiten Tor des FC Barcelona durch Lionel Messi beteiligt. Seine Vorlage auf den Argentinier, der sein 34. Saisontor erzielte, war seine erste seit knapp drei Monaten (24. Januar). In den darauffolgenden 13 Spielen war er ohne Assist geblieben. Von den 37 Torvoralgen, die Neymar bei Barca bisher gegeben hat, hieß der Torschütze bei einem Drittel (12) Leo Messi.

 

Neymar rückt auf Platz 5 der ewigen Torjägerliste Brasiliens auf

Brasilien hat gestern das erste Testspiel des Jahres erfolgreich absolviert. Gegen Frankreich gewann die Seleçao mit 3:1 (1:1) und feierte damit den siebten Sieg im siebten Spiel unter dem neuen Coach Carlos Dunga. Neymar erzielte in der Neuauflage des WM-Endspiels von 1998 in der 57. Minute das vorentscheidende Tor zum 2:1. Der 22-jährige beendete damit seine kleine Durststrecke von drei Spielen ohne Torerfolg (alle mit dem FC Barcelona).

Das Tor von Neymar war sein 43. für die A-Nationalmannschaft wodurch er nun auf den fünften Platz der historischen Torschützenliste Brasiliens rückte. Diesen teilt er sich mit Jairzinho und Rivellino. Allerdings benötigte Neymar für seine 43 Tore gerade mal 61 Spiele während Jairzinho seine 43 Treffer in 101 Spielen erzielte. Rivellino benötigte gar knapp doppelt so viele Spiele (120) wie der Stürmerstar des FC Barcelona.

Vor Neymar liegen nur noch Romario (56 Tore), Zico (66), Ronaldo (67) und Pelé (95).

Weltfußballer-Wahl: Neymar bekam nur von einem Spieler die volle Punktzahl

Amerikanisch-Samoa-Neymar-Weltfussballer-Wahl

Am Montag wurde in Zürich Cristiano Ronaldo als Weltfußballer des Jahres 2014 ausgezeichnet. Der Portugiese erhielt 37,66% aller Stimmen und setzte sich damit klar gegen die beiden anderen Finalisten, Lionel Messi (15,75%) und Manuel Neuer (15,72%), durch. Für Ronaldo war es die dritte Weltfußballer-Trophäe seiner Karriere und die zweite in Folge.

Neymar, einer der 23 Kandidaten auf die Auszeichnung, landete bei der Wahl auf dem siebten Platz. Er bekam 2,21% aller Stimmen der 209 wahlberechtigten Nationaltrainer, Kapitäne und Journalisten. Ein Blick auf die Ergebnisse der Wahl zeigt, dass der 22-jährige Brasilianer gerade mal von sechs Personen die volle Punktzahl (5) erhielt.

Vier dieser sechs Personen waren Trainer, darunter der Coach der brasilianischen Nationalmannschaft, Carlos Dunga, einer war Journalist und einer Kapitän. Bei dem einzigen Spieler handelte es sich um Luvu Rafe Talalei aus Amerikanisch-Samoa, derzeit Platz 200 von 209 der FIFA-Weltrangliste. Kurioserweise hat die Fußball-Nationalmannschaft von Amerikanisch-Samoa bis heute den Rekord „die höchste Niederlage einer Fußball-Nationalmannschaft“ inne: Am 11. April 2001 verlor sie mit 31:0 gegen das Team von Australien.

Übrigens: Neymar durfte als Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft ebenfalls an der Wahl zum Weltfußballer teilnehmen. Über seine Punkte freuten sich sein Teamkollege Lionel Messi (5), Arjen Robben (3) und Cristiano Ronaldo (1).