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Neymar rückt auf Platz 5 der ewigen Torjägerliste Brasiliens auf

Brasilien hat gestern das erste Testspiel des Jahres erfolgreich absolviert. Gegen Frankreich gewann die Seleçao mit 3:1 (1:1) und feierte damit den siebten Sieg im siebten Spiel unter dem neuen Coach Carlos Dunga. Neymar erzielte in der Neuauflage des WM-Endspiels von 1998 in der 57. Minute das vorentscheidende Tor zum 2:1. Der 22-jährige beendete damit seine kleine Durststrecke von drei Spielen ohne Torerfolg (alle mit dem FC Barcelona).

Das Tor von Neymar war sein 43. für die A-Nationalmannschaft wodurch er nun auf den fünften Platz der historischen Torschützenliste Brasiliens rückte. Diesen teilt er sich mit Jairzinho und Rivellino. Allerdings benötigte Neymar für seine 43 Tore gerade mal 61 Spiele während Jairzinho seine 43 Treffer in 101 Spielen erzielte. Rivellino benötigte gar knapp doppelt so viele Spiele (120) wie der Stürmerstar des FC Barcelona.

Vor Neymar liegen nur noch Romario (56 Tore), Zico (66), Ronaldo (67) und Pelé (95).

Romario: „Neymar hat alles, um besser zu werden als Messi“

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Romario (Foto: José Cruz/ABr / CC-BY-3.0; via Wikimedia Commons)

Romario hat Neymar eine rosige Zukunft vorausgesagt. Der Brasilianer, der Anfang der zwischen 1993 und 1995 selbst beim FC Barcelona unter Vertrag stand, sagte gegenüber dem Magazin Trip, dass Neymar sogar besser werden könnte als sein argentinischer Sturmkollege und viermaliger Weltfußballer, Lionel Messi: „Er hat alles, um besser zu werden als Messi“.

Unter anderem erklärte der 48-jährige, dass sein Landsmann aufgrund seines jungen Alters mehr Weltmeisterschaften wird bestreiten können, als der 27-jährige Argentinier: „Messi wird vielleicht nicht nochmal die Chance haben, an einer WM teilzunehmen und diese zu gewinnen, doch Neymar hat noch drei bis vier Weltmeisterschaften vor sich“, so Baixinho.

Er fand aber auch anerkennende Worte für Messi: „Er (Messi) ist bereits jetzt schon Teil der Geschichte, obwohl der Brasilien eine noch größere Wirkung haben könnte“. Auf die Frage, ob Neymar dazu in der Lage ist, seine Tormarke zu erreichen (55), antwortete der Ex-Spieler mit Humor: „Er wird mich übertrumpfen, das ist sicher. Er kann die 1000 Tore erreichen, aber es wird nie jemanden wie Romario geben (!)“, so der Weltmeister von 1994.

Was denkt ihr? Hat Neymar das Zeug dazu, besser zu werden als Messi?

Viererpack gegen Japan: Neymar knackt die 40-Tore-Marke mit Brasilien

Brasilien hat auch das zweite Freundschaftsspiel in Asien gewonnen. Nach dem 0:2-Sieg über WM-Finalist Argentinien vor wenigen Tagen besiegte die „Canarinha“ dank eines überragenden Neymars Japan mit 0:4. Alle vier Tore schoss dabei der Stürmerstar des FC Barcelona. Neymar ist damit der jüngste Brasilianer (<23) in der Geschichte der brasilianischen Nationalmannschaft, der einen Viererpack erzielt.

Mit seinen vier Länderspieltoren knackte er außerdem die 40-Tore-Marke – und das im Alter von 22 Jahren und 251 Tagen. Zum Vergleich: Pelé erzielte sein 40. Länderspieltor im Alter von 22 Jahren und 189 Tagen, war somit gerade mal 62 Tage jünger.

Gegen Hong Kong traf Neymar zweimal mit rechts, einmal mit links und einmal per Kopf. Ein Tor (17′) erzielte er in der ersten Halbzeit, die anderen drei fielen in den zweiten 45 Minuten (47′, 76′ und 80′).

Brasilien besiegt Kolumbien dank eines Geniestreichs von Neymar

Die brasilianische Nationalmannschaft ist mit einem 0:1-Sieg über Kolumbien erfolgreich in die zweite Ära Dunga gestartet. Das einzige Tor des im Sun Life Stadium in Miami ausgetragenen Freundschaftsspiels erzielte Neymar. Der Stürmer des FC Barcelona, der zum ersten Mal die Kapitänsbinde trug, traf in der 84. Minute dank dieses genial ausgeführten Freistoßes.

Weinender Neymar: „Ich hätte im Rollstuhl sitzen können.“

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Neymar ist am gestrigen Donnerstag zusammen mit seinem Vater im Auto nach Teresópolis gefahren, um seine brasilianischen Teamkollegen aufzubauen und zu unterstützen. Bei seiner Ankunft im brasilianischen Lager wurde er von einigen Mitspielern umarmt. Zunächst besuchte er Julio César im Fitnessraum. Anschließend betrat er den Rasen, wo der Rest seiner Teamkollegen gerade eine Trainingseinheit absolvierte.

Obwohl dem 22-jährigen aufgrund seiner schweren Wirbelsäulen-Verletzung das Laufen derzeit schwer fällt, gab er im Vorfeld des Spiels um Platz drei am Samstag gegen Holland eine umfangreiche Pressekonferenz, auf der über alle möglichen Themen sprach. Unter anderem äußerte er sich über das 1:7-Debakel gegen Deutschland und verriet, wer sein Favorit auf den Titel ist. Als er auf seine Verletzung angesprochen wurde, fiel es ihm sichtlich schwer, die Tränen zurückzuhalten.

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Auszüge aus der Pressekonferenz übersetzt:

WM-Finale: „Am Sonntag werde ich für Argentinien sein, ich habe zwei Barça-Kollegen in der Albiceleste und möchte, dass sie gewinnen. Ich werde für Messi sein, er ist mein Freund. Er verdient es, Weltmeister zu werden. Ich wünsche ihm Glück.“

Verletzung: „Jeder, der sich mit Fußball auskennt, weiß, dass es keine normale Aktion war. Wenn du einen Konter stoppen möchtest, dann drängelst du. Es war ein Tackling, welches nicht der Spielsituation entsprach. Viele sagen, dass ich mich gerne fallen lasse, aber ich weiß mich zu schützen doch bei jener Aktion hatte ich nicht die Möglichkeit, dies zu tun. Wenn der Schlag zwei Zentimeter weiter mittig gewesen wäre (macht eine Pause und weint), würde ich jetzt vielleicht im Rollstuhl sitzen“.

Zúñiga: „Ich hege keinen Groll gegen ihn und empfinde auch keinen Hass. Er (Zúñiga) rief mich am nächsten Tag an, um sich zu entschuldigen und versicherte, dass er mir nicht hatte schaden wollen“.

Die 1:7-Klatsche: „Es ist schmerzhaft, es wird eine lange Zeit weh tun, aber es wird vorüber gehen. Wir werden alles dran setzen, dem brasilianischen Volk wieder fröhlich zu stimmen“.

Besuch in Teresópolis: „Ich bin sehr froh darüber, wieder bei meinen Mannschaftskollegen sein zu können. Es ist zwar nicht der Rahmen, den ich erhofft habe, aber immerhin kann ich bei ihnen sein. Hier hat alles begonnen und hier wird es enden. Wir werden den Samstag mit Stolz beenden. Eine Niederlage darf uns nicht dazu bringen, den Kopf hängen zu lassen“.

Die sechs tragischen Minuten gegen Deutschland: „Es war unerklärlich. Es ist sehr einfach, nach dem Spiel zu diskutieren, aber das schwierige ist es, auf dem Spielfeld zu sein. Ich weiß was es bedeutet, wenn dir nichts gelingen will. Ich habe mit den Kollegen geredet und auch sie können es sich nicht erklären.“

Selbstkritik: „Ich wollte das Finale bestreiten und in unserem Land Weltmeister werden, um Geschichte zu schreiben, aber wir haben versagt, wir ließen zu wünschen übrig, wir wissen, dass wir keine gute Leistung abgeliefert haben, dass wir keinen schönen Fußball gezeigt haben, wir haben mittelmäßig gespielt, deswegen sind wir im Halbfinale ausgeschieden. Nun ist alles vorbei und wir müssen uns erheben und das Spiel gegen die Niederlande mit einem Lächeln bestreiten. Die Leute sagen, dass sie sich schämen, aber ich fühl das nicht, ich bin stolz auf meine Kollegen. Wir haben so viel geweint, wie nötig war und nun müssen wir für unsere Fans gewinnen.“

Kritik an Scolari: „Die Brasilianer und die brasilanische Presse haben die Manie, den Trainer entlassen zu wollen, wenn man verliert, doch im Fußball läuft es anders“.

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